09.11.2013 / Ansichten / Seite 8

Mord mit Ansage

Israel mit dem Rücken zur Wand

Werner Pirker

Mit Vehemenz betätigt sich Israels Ministerpräsident Netanjahu als Quertreiber gegen eine Einigung im Atomstreit des Westens mit dem Iran. Dies wäre ein historischer Fehler. Israel fühle sich deshalb auch nicht verpflichtet, sich an ein Abkommen zu halten, sagte er vor seinem Treffen am Freitag mit US-Außenminister Kerry in Tel Aviv. Das bedeutet, daß die israelische Führung auf »Teufel komm raus« an der militärischen Option im Konflikt um den Iran festhalten will. Doch das wird ohne Unterstützung durch die USA nicht möglich sein. Käme ein Deal des Westens mit Teheran tatsächlich zustande, stünde die Regierung Netanjahu vor den Trümmern ihrer Politik. Denn diese baute auf das Zustandekommen eines Kriegsbündnisses gegen den Iran. Wird einem solchen durch ein Abkommen zur Beendigung des Atomstreites der Boden entzogen, könnte es ziemlich einsam werden um Israel.

Entsprechend gereizt reagiert Netanjahu auf die sich zuungunsten des zionistisch...



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