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04.11.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Doppelzüngigkeit

Kämpferin für Selbstbestimmung der marokkanisch besetzten Westsahara, Aminatou Haidar in Bremen geehrt. Gleichzeitig vertieft Berlin Wirtschaftsbeziehungen mit Rabat

André Scheer
Der vergangene Donnerstag war in Berlin ein schöner Herbsttag. Die Sonne schien durch die großen Fensterscheiben im Bundestagsgebäude. Aminatou Haidar jedoch hielt sich die Hand vor die Augen und bat darum, die Jalousien zu schließen. »Ich habe vier Jahre mit verbundenen Augen in Isolationshaft zubringen müssen. Seither kann ich kein Sonnenlicht mehr vertragen«, entschuldigte sie sich bei den Teilnehmern eines Fachgesprächs, zu dem die linke Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen eingeladen hatte.

Haidar stammt aus der Westsahara. Als sie 1987 von der marokkanischen Polizei verschleppt und ohne Anklage in ein Geheimgefängnis geworfen wurde, war sie zwanzig Jahre alt. Ihr Verbrechen: Sie hatte an einer friedlichen Demonstration gegen die damals schon zwölf Jahre dauernde Besetzung ihres Landes durch Marokko teilgenommen und die Durchführung eines Referendums über die Unabhängigkeit gefordert.

Annektiertes Gebiet

Die Westsahara war bis 1975 spanische Kolonie...

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