01.11.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Kontrolle statt Schutz

Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer startet Kampagne gegen »Zuhältergesetz«. Sexarbeit, Frauenhandel, Zwangsprostitution und Pädophilie werden in einen Topf geworfen

Ulla Jelpke
Die Abschaffung der Prostitution hat sich Alice Schwarzer, Herausgeberin der feministischen Zeitschrift Emma, zum Ziel gesetzt. Ein Appell, der sich neben diesem Fernziel kurzfristig für eine »Änderung des Zuhältergesetzes« sowie die »Ächtung und wenn nötig, auch Bestrafung der Freier« stark macht, ging in dieser Woche den Bundestagsabgeordneten zu. Unter 90 prominenten Erstunterzeichnern finden sich etwa Schauspielerin Senta Berger, Liedermacher Reinhard Mey und Schriftstellerin Monika Maron, Kabarettist Georg Ringsgwandl, Theologin Margot Käßmann, CDU-Politiker Heiner Geißler und die ehemalige DGB-Vizevorsitzende Ursula Engelen-Kefer.

Unter dem Vorwand des Schutzes der Menschenwürde von Prostituierten bläst Schwarzer zum Angriff auf die unter der SPD-Grünen Regierung 2002 vorgenommene Reform des Prostitutionsgesetzes. Dieses Gesetz, mit dem Prostitution erstmals als legales Gewerbe anerkannt wurde, trage die »Handschrift der Frauenhändler und ihrer Lob...

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