Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
01.11.2013 / Feminismus / Seite 15

Die Macht der Ökonomie

Moderne Familienpolitik entscheidend für Verhandlungsposition von Frauen. Wissenschaftlerinnen fordern deshalb Abschaffung von Ehegattensplitting und Co

Jana Frielinghaus
Die Erkenntnis ist nicht neu: Schon vor 20 Jahren war empirisch nachweisbar, daß die bundesdeutsche Familienpolitik Frauen auf lange Sicht benachteiligt und in ökonomische Abhängigkeit treibt. Insbesondere die unter dem Namen »Ehegattensplitting« bekannten Vorteile für verheiratete Paare werden für sie allzu oft zur Armutsfalle, vor allem im Alter, wie nicht zuletzt die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (siehe jW vom 23.10.) zeigen. Zudem hat sich durch die Reform des Unterhaltsrechts 2008 der Druck auf diejenigen geschiedenen Frauen erhöht, die wegen Kindererziehungszeiten oder Pflege Angehöriger längere Zeit kein eigenes Einkommen hatten. Denn nach Ende der Ehe, in der diese kostenfrei über den Partner kranken- und rentenversichert war, muß sie so schnell und so umfänglich wie möglich selbst für ihren Unterhalt aufkommen. Ist die Jobsuche nicht erfolgreich, landet sie spätestens nach drei Jahren im Hartz-IV-Bezug.

Am Montag stellten die Öko...

Artikel-Länge: 4990 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €