11.10.2013 / Feuilleton / Seite 12

Einfach niedergeschossen

Zum Ende einer Berliner Ausstellung über das KZ Columbia-Haus

Sabine Lueken
Heute geht in Berlin eine sehenswerte Ausstellung zu Ende: »›Warum schweigt die Welt?!‹ Häftlinge im Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus 1933 bis 1936.« Sie war seit Juli in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu sehen. Viel berichtet wurde nicht darüber.

Das Columbia-Haus war eins der ersten und schlimmsten KZ des Naziterrors. Die ehemalige Militärstrafanstalt am Columbiadamm (benannt nach der Flugzeuglandung der »Miss Columbia« 1927) wurde seit dem Sommer 1933 vom Geheimen Staatspolizeiamt als Gefängnis genutzt, da das Gefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße wegen der großen Zahl politischer Häftlinge bereits überfüllt war. Die Zahl der im Columbia-Haus Inhaftierten wuchs von anfangs 80 auf 450 im Februar 1934, insgesamt waren es mehr als 8000 Menschen, die an diesem Ort völliger Rechtlosigkeit gequält wurden. Demütigung, Mißhandlung und Fo...

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