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08.10.2013 / Inland / Seite 5

Streit um »Wir sind das Volk«

Reichsbürger sicherten sich das Markenrecht am Slogan der 89er Montagsdemos. Stadt Leipzig wehrt sich

Susan Bonath
Die Kontroverse um den einstigen Schlachtruf der Montagsdemonstranten von 1989, »Wir sind das Volk«, treibt sonderbare Blüten. Eine kleine rechte Partei in Schleswig-Holstein aus sogenannten Reichsbürgern nennt sich nämlich genauso. Deren Gründer, Hans Müller und Wilfried-Hassan Sieber aus Norderstedt, ließen die Losung mit dem Zusatz WSDV (Initialen von »Wir sind das Volk«) zu Jahresbeginn patentieren. Dagegen wehrt sich die Stadt Leipzig, in der die regierungskritischen Umzüge damals begannen (siehe jW vom 4.5.2013). Das Marken- und Patentamt München befindet derzeit über entsprechende Löschanträge, wie Markenprüfer Jörg-Eckhard Dördelmann jW am Montag informierte.

Mit dem Ruf »Wir sind das Volk« waren im Oktober 1989 rund 70000 Leipziger auf die Straßen geströmt. Bald ertönte er in weiteren DDR-Städten. Später, im »einig Vaterland«, schrieben sich auch Neonazis die Parole auf ihre Fahnen. Um das zu verhindern, griff der frühere Leipziger Oberbürgermei...

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