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28.09.2013 / Ausland / Seite 6

Gerufene Geister

Krieg bleibt Krieg, auch ohne Bodentruppen – und Gewalt kann sich schnell gegen ihre Urheber richten

Mumia Abu-Jamal
Indem die US-Regierung unter Präsident Barack Obama die sogenannten Rebellen in Syrien mit Waffen ausrüstet, wiederholt sie eine Strategie, die Vorgängerregierungen schon vor Jahrzehnten in Afghanistan mit den gleichen vorhersehbaren Folgen praktiziert haben. Dieses Streben nach einem Regimewechsel unter Verletzung des Völkerrechts öffnet Rückstößen Tür und Tor. Die Gewalt, die heute damit entfesselt wird, kann sich schon morgen gegen ihre Urheber richten.

Die USA, die nach den Worten von Abraham Lincoln durch den Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–65) »als neue Nation wiedergeboren wurden«, sollten ihr Handeln lange und gründlich abwägen, bevor sie sich in die Kriege anderer Länder einmischen. Denn während die USA jetzt in Syrien eine der beiden Seiten, die syrische Regierung, entwaffnen wollen, rüsten sie die andere Seite, die sogenannten Rebellen, auf. Damit verstärkt die US-Regierung die Instabilität des Landes, verschärft das Chaos und schwächt ...

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