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27.09.2013 / Inland / Seite 4

Keine Profite mit der Miete

Aktivisten rufen in neun Städten zu Demonstrationen gegen die Wohnungspolitik auf. In Berlin setzt der Senat nach vollmundigen Ankündigen auf ein »weiter so«

Christian Linde
Ist von Stadtentwicklung die Rede, fallen vor allem drei Begriffe: Mietpreisexplosion, Wohnungsprivatisierung und Luxusbauten. Insbesondere in den Groß- und Universitätsstädten sind immer mehr Haushalte mit diesen Tendenzen konfrontiert. Zugleich nimmt der Anteil preisgünstiger Wohnungen immer weiter ab. So beträgt die durchschnittliche Nettokaltmiete in München nach Angaben des Immobilienportals immowelt.de aktuell durchschnittlich 14,20 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt am Main sind es laut Mietspiegel im Schnitt 11,56 Euro und in Hamburg 10,28 Euro. Zwangsräumungen aufgrund von Mietschulden sind an der Tagesordnung. Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) haben allein im Jahre 2012 insgesamt 65000 Haushalte aufgrund eines Räumungstitels ihre Wohnung verloren.

Nachdem sich diese behördlichen Maßnahmen lange stets von der Öffentlichkeit unbeachtet vollzogen hatten, haben Mieteraktivisten in jüngster Zeit etwa mit Bloc...

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