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24.09.2013 / Inland / Seite 5

Der dritte Mord

NSU-Prozeß: Vater des Hamburger Opfers Süleyman Tasköprü sah am Tatort zwei deutschstämmige Männer. Sein Hinweis ging bei Ermittlungen unter

Claudia Wangerin, München
Möglicherweise hat Süleyman Tasköprü noch versucht, mit den Händen sein Gesicht zu schützen, als seine Mörder am späten Vormittag des 27. Juni 2001 im Lebensmittelgeschäft seiner Familie in Hamburg-Bahrenfeld vor ihm standen. Drei Mal schossen sie ihm in den Kopf. An seinen Händen fanden sich später Schmauchspuren. Dies spreche gegen den Einsatz eines Schalldämpfers, sagte Rechtsmediziner Oliver Peschel am Montag vor dem Oberlandesgericht München. Das erste Projektil kam aus der Ceska-Pistole mit dem Kaliber 7,65, die bereits bei zwei Morden in Bayern verwendet worden war, zwei weitere aus einer anderen Waffe mit dem Kaliber 6,35. Tasköprü gilt als drittes Todesopfer der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU), deren Anschlagsserie zur Zeit in München verhandelt wird.

Ali Tasköprü hatte damals seinen sterbenden Sohn aufgefunden. Am Montag war er als Zeuge geladen. Ein Dolmetscher stand ihm zur Seite. »Mein Sohn war 31 Jahre alt. Was wollt...

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