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23.09.2013 / Feuilleton / Seite 12

Daimler und der WDR

Karl Faust
Um 23.30 Uhr wird die ARD heute den Dokumentarfilm »Mercedes-Benz-Argentina« ausstrahlen. Sein Thema ist die Ermordung von 14 Mercedes-Benz-Gewerkschaftern während der argentinischen Militärdiktatur. Daß sich das deutsche Fernsehen des Themas nach 15 Jahren annimmt, ist zu begrüßen. Jede Erwähnung durchbricht den Nachrichtenboykott. Aber schon der Untertitel des 45minütigen Beitrags vom WDR ist irreführend: »Ein Konzern und seine Verantwortung«, lautet er – als hätte die Firma jemals Verantwortung für die Verbrechen übernommen. Auch die Vorankündigung ist fehlerhaft: »In Argentinien hat die Justiz nach dem Ende der Militärdiktatur festgestellt, es habe eine Komplizenschaft des Unternehmens wegen Mitwisserschaft gegeben«. Schön wär’s. Einer der Überlebenden, Héctor Ratto, hatte 1985 im Prozeß gegen die Junta-Kommandanten als Zeuge ausgesagt, Produktionschef Tasselkraut habe der Polizei bei seiner Verhaftung die Adresse seines Kollegen Núñez mi...

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