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18.09.2013 / Thema / Seite 10

Reich verdrängt arm

Die Internationale Bauausstellung in Hamburg-Wilhelmsburg ­diente als ­stadtpolitisches Instrument zur Aufwertung eines Wohnquartiers – auf Kosten der ­alteingesessenen Bevölkerung

Andreas Hartle
Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, gegenüber der Hamburger Hafencity, wurde im März dieses Jahres die Internationale Bauausstellung (IBA) eröffnet. Im April folgte die Internationale Gartenschau (igs). Über sieben Jahre liefen unter Regie des Senats der Hansestadt die Vorbereitungsarbeiten für diese beiden Shows. Bereits 2004 wurde der »Sprung über die Elbe« propagierte, als Teil des strategischen Leitbilds »Metropole Hamburg – Wachsende Stadt«, das der Senat bei den US-amerikanischen Unternehmensberatern von McKinsey & Company in Auftrag gegeben hatte.

Goldgrube Problembezirk

Der bis 2010 amtierende Erste Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust (CDU), sprach 2004 zur angestrebten Entwicklung Wilhelmsburgs von Quartieren, »die bisweilen als Problemviertel oder als schwierige Stadtteile gelten und vielleicht in besonderem Maße die Chance bergen, diese Schwierigkeiten umzukehren«. Werden wir deutlich: Wer oder was ist das Problem – und was ist d...

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