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16.09.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Eine Heldentat

Das Tagebuch der Schülerin Lena Muchina während der Blockade Leningrads durch die ­Hitler-Armee ist auf deutsch erschienen

Gerd Bedszent
Lena Muchina, Autorin des kürzlich übersetzten Werkes »Lenas Tagebuch« wird vom Verlag als »russische Anne Frank« beworben. Tatsächlich sind die Aufzeichnungen der damals sechzehnjährigen Schülerin ein einzigartiges Zeitzeugnis des Lebens und Überlebens der Bevölkerung Leningrads (heute wieder St. Petersburg) während der Blockade durch die faschistischen deutschen Truppen.

Es ist in der historischen Forschung bekannt, wird aber nur selten publiziert: Die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion sollte auf Befehl Hitlers dem Erdboden gleichgemacht werden. Eine Eroberung durch Frontalangriff gelang im Herbst 1941 infolge des hartnäckigen Widerstandes der sowjetischen Armeen allerdings nicht. Die Stadt wurde eingeschlossen und am 8. September 1941 begann eine 872 Tage andauernde Hungerblockade. Das Massensterben der Bevölkerung wurde von den deutschen Belagerern nicht nur in Kauf genommen, sie war gewollt. Etwa 300000 Einwohnern kostete allein der Hungerwinter 194...

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