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09.09.2013 / Feuilleton / Seite 13

Einfach mal die Welt retten

Nicolas Berggruen unterbreitet einen Kompaß für den Demokratieabbau

Thomas Wagner
Wenn Milliardäre anfangen, sich Sorgen um die Zukunft des politischen Systems zu machen, heißt es auf der Hut zu sein. In diesem Fall ist es der vorübergehend als Karstadt-Retter gefeierte Immobilieninvestor Nicolas Berggruen, der viel Energie und Geld dafür aufbringt, um die in seinen Augen aus dem Ruder laufende Demokratie wieder in die gewünschte Fahrtrichtung zu bringen. In Deutschland war der international agierende Unternehmer durch sein Engagement in Sachen »Karstadt-Rettung« bekannt geworden und zuletzt insbesondere bei den dort abhängig Beschäftigten in Verruf geraten. Hatte er ihnen doch, statt selbst in ausreichender Höhe zu investieren, eine zweijährige »Tarifpause« beschert und dies mit der laufenden Sanierung begründet. Er räumte ein, die Probleme 2010 bei der Übernahme unterschätzt zu haben und verkündete, daß Gehaltserhöhungen in den nächsten zwei Jahren unmöglich seien. Obwohl er mit der Führung seiner expandierenden Unternehmensgruppe ge...

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