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04.09.2013 / Ausland / Seite 6

Haft für Wohnungslose

USA: Wie Arme, wenn schon nicht aus der Welt, so doch wenigstens aus der Stadt geschafft ­werden sollen

Philipp Schläger, New York
Rund 100000 Wohnungslosen in den USA droht der Verlust ihrer provisorischen Unterkünfte. Darauf hat jetzt die Hilfsorganisation National Coalition for the Homeless aufmerksam gemacht. Betroffen wären rund ein Sechstel der ohne Obdach lebenden Menschen in den Vereinigten Staaten. Wegen Budgetkürzungen werden insbesondere Sozial­programme zusammengestrichen.

Einige Gemeinden wappnen sich, um mit dieser Armut auf ihre Art fertig zu werden: Sie bekämpfen die Armen, anstatt sie zu unterstützen. Mittels Repression, so das Kalkül, könnten die Obdachlosen, wenn schon nicht aus der Welt, so doch zumindest aus der Stadt geschafft werden. Die Polizei von Raleigh im Bundesstaat North Carolina machte jüngst Schlagzeilen, weil sie Mitgliedern einer Kirchengemeinde mit Haft drohte, sollten diese weiterhin in einem Park der Stadt Kaffee und Sandwiches an Obdachlose verteilen. Als Begründung nannten die Beamten Vorschriften für die Nutzung städtischer Parkanlagen, die da...

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