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03.09.2013 / Inland / Seite 4

Soldatenfreie Schulen geehrt

Weil sie der Bundeswehr den Zugang verwehren, wurden am Sonntag zwei Bildungseinrichtungen mit dem renommierten Aachener Friedenspreis ausgezeichnet

Michael Schulze von Glaßer
Für Bernd Fiehn, Leiter des Berliner Robert-Blum-Gymnasiums, war es »eine Anerkennung unserer pädagogischen Arbeit«, als er am Sonntag abend vor rund 300 Gästen in der Aula Carolina in Aachen eine renommierte Auszeichnung für seine Schule entgegennahm. Sie hatte 2011 den Beschluß gefaßt, der Bundeswehr den Zugang zu den Klassenzimmern zu verweigern. Dafür wurde die Bildungseinrichtung nun mit dem Aachener Friedenspreis geehrt. Statt Jugendoffiziere einzuladen, würden die Lehrer ein »friedliches Zusammenleben der Menschen und eine gewaltfreie Lösung von Konflikten« vermitteln, erklärte Fiehn in seiner Dankesrede.

Auch die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach am Main erhielt am Antikriegstag den Preis, denn hier war ein ähnlicher Beschluß gefaßt worden. Beide Schulen gehörten bundesweit zu den ersten, die sich in dieser Weise positionierten. Die deutsche Armee drängt seit Jahren mit Jugendoffizieren, Wehrdienstberatern und Kooperationsvereinbarungen mit Bild...

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