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31.08.2013 / Ausland / Seite 6

Nur die Maske ist neu

Deprimierender 50. Jahrestag des »Marsches auf Washington«: Es hat sich nichts geändert

Mumia Abu-Jamal
Sie kamen, sie sahen und sie sangen Lobeshymnen. Es war jedoch alles andere als ein Anlaß zur Freude mitanzusehen, wie jetzt der 50. Jahrestag des »Marsches auf Washington« vom 28. August 1963 gefeiert wurde. Es war sogar eher deprimierend, weil es so ähnlich war wie damals bei dem ursprünglichen Marsch, der zum 100. Jahrestag der Emanzipationserklärung von US-Präsident Abraham Lincoln stattfand, und wir einmal mehr an den unerfüllten Traum erinnert wurden.

Beim jüngsten Marsch wurden politische Figuren auf eine Weise gepriesen, die mehr ihre Hautfarbe in den Vordergrund rückte und weniger ihre Leistung. »Ist es nicht großartig, daß wir einen schwarzen Präsidenten haben?« fragen die Teilnehmer. »Wäre Martin Luther King nicht stolz, daß heute ein Schwarzer im Weißen Haus sitzt?« prahlen sie. King wäre alles andere als stolz, wenn er sehen würde, in welchem Zustand sich das schwarze Amerika heute befindet. Er wäre vielmehr traurig, wenn er mitansehen müßte...

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