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29.08.2013 / Inland / Seite 4

Brutaler Wahlkampf

Mecklenburgische NPD-Abgeordnete sollen an Angriff auf Wohnprojekt in Greifswald beteiligt gewesen sein

Conrad Wilitzki
Die Brüder Tino und Marko Müller aus Mecklenburg-Vorpommern teilen vieles: die faschistische Gesinnung, die Mitarbeit in der mecklenburgischen NPD-Landtagsfraktion, in der Tino sogar stellvertretender Vorsitzender ist. Nun wird gegen beide wegen des Verdachts auf besonders schweren Landfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt. Sie sollen mit mehreren anderen Neonazis in der Nacht zum 15. August Bewohner eines alternativen Wohnprojektes in Greifswald bedroht haben.

Das Kreis- und Ortsvorstandsmitglied der Linkspartei Greifswald, André Berndt, sagte gegenüber jW, er habe am Abend des 15. August die 15 bis 20 am Überfall beteiligten Neonazis in ihren Privatautos und Transportern selbst gesehen. »Sie erkannten und beschimpften mich an einer Kreuzung.«

Die Neofaschisten waren auf dem Weg, NPD-Plakate aufzuhängen. Im Anschluß fuhren sie laut Zeugenaussagen gegen 1:30 Uhr mit drei Transportern vor das Gebäude des linken Wohnprojektes und stiegen, teilweise...



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