29.08.2013 / Inland / Seite 5

Hartz-IV-Kritik vorm Kadi

Keine gütliche Einigung in Hamburg: Inge Hannemann kämpft weiter vor Gericht um ihren Arbeitsplatz im Jobcenter

Susan Bonath
Die Hartz-IV-Kritikerin Inge Hannemann darf vorerst nicht an ihren Arbeitsplatz im Jobcenter Hamburg-Altona zurückkehren. Bei der Güteverhandlung am Mittwoch vor dem Landesarbeitsgericht der Hansestadt konnten sich die Parteien nicht einigen, wie eine Gerichtssprecherin auf jW-Nachfrage sagte. Das Hauptklageverfahren werde im November fortgesetzt.

Die Behörde hatte die 45jährige »Insiderin« im April vom Dienst freigestellt, weil sie das Hartz-IV-System als grundgesetzwidrig angeprangert hatte. Hannemann weigerte sich zudem, ihre Klienten in »unsinnige Maßnahmen« zu stecken und vorschnell zu sanktionieren. Damit habe sie sich illoyal gegenüber ihrem Arbeitgeber verhalten, meint das Jobcenter. Hannemann findet dagegen, daß sie in einem Rechtsstaat die Freiheit haben müsse, Mißstände aufzudecken.

Die seit 2005 als Fallmanagerin Tätige betreute zuletzt junge Erwerbslose unter 25 Jahren. Diese unterliegen einem besonders rigiden Sanktionssystem. Bereits bei ...



Artikel-Länge: 4606 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe