22.08.2013 / Inland / Seite 2

»Privatisierung des Wohnraums ist das Problem«

Schlechte Nachricht für Mieter: Die »Deutsche Wohnen« will die GSW schlucken. Gespräch mit Joachim Oellerich

Claudia Wrobel
Joachim Oellerich ist ­Chefredakteur des Mieter­echo, der Zeitschrift der Berliner ­MieterGemeinschaft e.V.

Die Immobilienfirma Deutsche Wohnen möchte die GSW übernehmen. Dadurch würde sie zum größten privaten Wohnungsunternehmen in Berlin und zum zweitgrößten bundesweit. Welche Auswirkungen hat solch eine Konzentration auf den Wohnungsmarkt?

Jede Vergrößerung und jede Monopolbildung im kapitalistischen Raum ist eine Gefahr und hat negative Auswirkungen. Andererseits ist dies – kapitalistisch gesehen – ein ganz normaler Vorgang. Natürlich nimmt dadurch die Marktmacht zu, aber die jeweilige Firma kann auch nicht ungehemmt agieren. Es gibt immerhin noch ein Mietrecht, das die Mieter schützt.

Solche Verschmelzungen führen allerdings immer dazu, daß Rationalisierungen vorgenommen, Bestände zusammengelegt und gemeinsam verwaltet werden – daß also qualifiziertes Personal abgebaut wird. Dadurch leidet der Service. Solche Dinge passieren von se...


Artikel-Länge: 4566 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe