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16.08.2013 / Thema / Seite 10

Hundert Jahre Fordismus

Die Einführung des Fließbands in den Detroiter Fordwerken brachte eine völlig neue Form kapitalistischer Produktion und Gesellschaftsformation hervor

Ingar Solty
Heute vor 100 Jahren führten die Automobilwerke von Henry Ford in Detroit das Fließband als Produktionstechnik ein. Diese Entwicklung in der Rationalisierung kapitalistischer Produktion revolutionierte nicht nur die Arbeits- und Lebensweise der Massen, weshalb manche Marxisten alle nachfolgenden kapitalistischen Phasen nach ihm benannten (Fordismus/Postfordismus), sondern mit ihr wurde Ford schon zu Lebzeiten zur Ikone der Bourgeoisie – und zwar weltweit: Als Selfmademan des Amerikanischen Traums, vermeintlich guter Kapitalist und – insbesondere nach der Oktoberrevolution – Verkünder eines scheinbaren Wegs zwischen Kapitalismus und Kommunismus, dem »weißen Sozialismus«.

American Jesus?

Bereits seit 1909 ließ Ford ausschließlich das schwarze Modell T herstellen. Die neue Produktionsweise kombinierte nun »Totalstandardisierung« mit »serieller Fließbandproduktion«. Das Model T bestand insgesamt aus 5000 Einzelteilen. Bis zur Fließbandeinfüh...

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