15.08.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Staat, Gesellschaft, Kaiserhaus

Japans »Größere Ostasiatische Gemeinsame Wohlstandssphäre«

Rainer Werning
Wie zahlreiche imperialistische Mächte des Westens sah auch Japan Kolonialbesitz als eine Vorbedingung dafür an, international Ansehen zu erlangen und in die Phalanx der »erstklassigen Länder« (ittô koku) vorzustoßen. Zu diesem Zweck verkündete die Regierung in Tokio offiziell am 1. August 1940 ihr Konzept der »Greater East Asian Co-Prosperity Sphere«, der »Größeren Ostasiatischen Gemeinsamen Wohlstandssphäre«. Im September 1940 unterzeichnete Außenminister Matsuoka Yosuke schließlich den Dreier- oder Antikominternpakt mit Nazideutschland und Mussolinis Italien, gefolgt von dem Russisch-Japanischen Neutralitätspakt ein Jahr später. Japans Außenpolitik, so Matsuoka, ließe sich fortan von dem Gedanken leiten, »die Größere Ostasiatische Gemeinsame Wohlstandssphäre mit Japan, der Mandschurei und China als ihrem Kern zu errichten«.

Als vorrangiges Ziel formulierte die Erklärung vom 1. August die Schaffung des Weltfriedens im Gründergeiste Japans. Als erster S...

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