13.08.2013 / Inland / Seite 4

»No way back to Italy«

Hamburg: Kriegsflüchtlinge aus Libyen kämpfen weiter um Asyl in BRD. Anwälte aus Rom: Abschiebung in »Ersteinreiseland« wäre Menschenrechtsverletzung

Martin Dolzer
Seit einigen Monaten leben mehr als 300 aus Libyen kommende Kriegsflüchtlinge auf Hamburgs Straßen sowie als Notbehelf in Kulturzentren, der St. Pauli Kirche und einer Moschee. Sie mußten nach den von der NATO eskalierten Auseinandersetzungen 2011 Libyen verlassen und flohen übers Mittelmeer nach Italien. Die dortigen Behörden gaben ihnen humanitäre Aufenthaltstitel, forderten sie aber Ende 2012 auf, die Flüchtlingsunterkünfte in Richtung Norden zu verlassen. In Hamburg haben sie sich als Gruppe »Lampedusa in Hamburg« organisiert, um ihre Rechte durchzusetzen.

Am Sonntag abend berichteten auf einer Veranstaltung des Hamburger Flüchtlingsrates unter dem Motto »No way back to Italy« zwei Anwälte aus Rom über die brutalen Bedingungen, denen Menschen auf der Flucht in Italien ausgesetzt sind. Die Rechtsanwältin Loredana Leo betonte, daß selbst diejenigen, die in dem südeuropäischen Land eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, keinerlei Sozialleistungen und kei...

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