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10.08.2013 / Inland / Seite 4

Stigmatisiert statt aktiviert

Wissenschaftler fordern ein Ende der Hartz-IV-Sanktionen, mehr Beschäftigung und gesetzlichen Mindestlohn

Susan Bonath
Wissenschaftler der Universität Jena haben den Hartz-Gesetzen ein vernichtendes Urteil ausgestellt. Deren Logik bewirke genau das Gegenteil dessen, was sie leisten sollen, sagte der Soziologe Klaus Dörre am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Die bundesweit über sechs Millionen Leistungsbezieher würden stigmatisiert, ausgegrenzt und in Passivität getrieben. Für die Studie befragten die Wissenschaftler sieben Jahre lang wiederholt Betroffene.

Laut Gesetzgeber sollen Erwerbslose mit Hilfe des Sanktionssystems »aktiviert« werden. Nehmen sie ein schlecht bezahltes Stellenangebot nicht an, lehnen eine Maßnahme ab oder verpassen einen Termin, kann ihnen das Jobcenter das Existenzminimum stufenweise kürzen und sogar ganz streichen. Klar sei jedoch, so Dörre, »daß die aktivierende Arbeitsmarktpolitik gar nichts aktiviert«. Zum einen sei das Gros der Betroffenen von sich aus daran interessiert, eine Arbeit oder sinnvolle Beschäftigung zu...

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