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05.08.2013 / Titel / Seite 1

Kurzer Dienstweg

Neue Enthüllungen: BND gibt massenhaft Verbindungsdaten aus Deutschland an die NSA weiter. Bundesanwaltschaft prüft Aufnahme von Ermittlungen

Stefan Huth
Nicht nur die sommerlichen Temperaturen dürften die Chefetage des Bundesnachrichtendienstes (BND) dieser Tage gehörig ins Schwitzen bringen. Die Meldungen über Art und Umfang einer möglicherweise ungesetzlichen Zusammenarbeit der Behörde mit dem US-Geheimdienst NSA werden durch immer mehr Details angereichert. Basierend auf Dokumenten aus dem Archiv des US-Whistleblowers Edward Snowden veröffentlichte der Spiegel am Wochenende einen Bericht, demzufolge der BND millionenfach sogenannte Metadaten – das sind Verbindungsinformationen etwa zu E-Mails, SMS oder Telefonaten – an die NSA weitergegeben hat. Unter der Überschrift »Germany – Last 30 days« seien allein im Dezember 2012 rund 500 Millionen Metadaten erfaßt worden. Demzufolge unterhalten Abhörspezialisten der NSA auf dem Gelände der Mangfall-Kaserne im bayerischen Bad Aibling eine eigene Kommunikationszentrale mit direkter elektronischer Verbindung zum NSA-Datennetz.

Der BND gibt sich...

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