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03.08.2013 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

»Beute, die nichts kostet«

Die deutsche Vorgeschichtsforschung stützte den Faschismus. Den Nachkriegskarrieren der Wissenschaftler hat das nicht geschadet

Georg Hoppe
New York, 1936: Indiana Jones betritt das Appartment seines Archäologenkollegen Mellberg. Bücherwände reichen bis an die Decke, exotische Fundstücke sind schummrig beleuchtet, eine Kobra blickt mißtrauisch aus ihrem Terrarium. Zu seiner Überraschung erwarten ihn vier Hünen in schwarzen Ledermänteln. Indys Humor trifft nicht auf Verständnis. Er kassiert einige schwere Fausthiebe und hätte wohl kaum eine Chance, die Männer mit dem kantigen Kinn zu besiegen. Doch er hat Glück. Die Wucht eines Schlages schleudert ihn durch eines der Bücherregale und hinein in einen geheimen Fluchtweg. Noch während hinter ihm die Kugeln der abgefeuerten Luger-Pistolen einschlagen, brüllt er seinem Kollegen im Rennen die Frage zu, wer diese Typen gewesen seien. »Die sind vom Ahnenerbe. Das ist der archäologische Teil der SS, der die Überlegenheit der arischen Rasse nachweisen will und sich mit dem Okkulten beschäftigt«, hechelt dieser, bevor die beiden übers Dach verschwinden.

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