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31.07.2013 / Antifa / Seite 15

Die schmutzigen Gelder einer SPD-Legende

Niedersachsens erster Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf profitierte bereits ab 1934 von der Judenverfolgung

Conrad Wilitzki
In den restaurativen 1950er Jahren legte sich der Mantel des Schweigens über die Nazi-Vergangenheit der deutschen Eliten – darunter der erste Ministerpräsident Niedersachsens, Hinrich Wilhelm Kopf. Daß er auch Mitläufer und Profiteur der Nazis war, ist zwar schon länger bekannt. Doch erst jetzt kam die finanzielle Bereicherung, die Kopf aus der Judenverfolgung zog, ans Tageslicht. Die Göttinger Wissenschaftler Teresa Nentwig und Frank Möbus veröffentlichten im Juli nacheinander ihre Forschungsergebnisse, die belegen, wie sehr Kopf in die »Arisierung« von jüdischem Eigentum verstrickt war.

Kopfs Leben ist das eines Opportunisten: 1893 geboren, war der damals 25jährige am Ende des Ersten Weltkriegs noch im Soldatenrat von Cuxhaven aktiv und trat 1919 in die SPD ein. Dank der Partei stieg er zum Regierungsrat im preußischen bzw. thüringischen Innenministerium auf. 1933 entließen ihn die Nazis aus den Staatsdiensten. Kopf kam geschäftlich bei dem befre...

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