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30.07.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Retten oder abschaffen

30-Stunden-Woche und Vollbeschäftigung: Kann Wunschdenken Auswirkungen der Euro-Krise beheben? Ein Debattenbeitrag

Pierre Lévy, Paris
Professor Mohssen Massarrat plädierte vergangene Woche in der jungen Welt (25. Juli) für eine »sozialere und stabilere EU«. Zugleich wandet er sich gegen einen möglichen Euro-Austritt. Zwar räumte er ein, Oskar Lafontaines Analyse zu diesem Problem sei zutreffend. Dessen ursprünglicher Lösungsvorschlag jedoch – eine EU-Lohnkoordinierungspolitik, die jetzt vom Tisch ist – greife »zu kurz«. Lohndumping könne nur mit Vollbeschäftigung verhindert werden. Dafür werde, so Massarrat, die 30-Stunden-Woche benötigt. Diese muß kritisch hinterfragt werden.

Nehmen wir zuerst die 30-Stunden-Woche (übrigens: warum 30 und nicht 32,5 oder 25 oder sogar 20 Stunden?). Wenn das als soziale Forderung betrachtet wird, kann bezweifelt werden, daß sie die vorrangigen Hoffnungen der Arbeiter und Angestellten abbildet – sowohl in Deutschland als auch in Frankreich oder anderswo. Vielmehr dürfte deren Kampf auf Verbesserung der Arbeitsbedingungen fokussiert sein...

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