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29.07.2013 / Inland / Seite 8

»Wir müssen in die Offensive gehen«

Mainzer Initiative plant Nachttanzdemo gegen Wohnungsnot, ruft aber nicht speziell zu Hausbesetzungen auf. Ein Gespräch mit Sebastian Roth

Gitta Düperthal
Sebastian Roth ist im Mainzer Bündnis »Recht auf Stadt« aktiv und spricht für das Plenum der dortigen Nachttanzdemo

Ein Bündnis von linken und studentischen Initiativen ruft für den 9. August zur »Nachttanzdemo gegen Wohnungsnot« in Mainz auf. Ist nächtliches Tanzen nicht ein eher stumpfes Schwert, um für Wohnraum und unkommerzielle Zentren zu kämpfen?

Wir wollen so ein Zeichen setzen. Die Nachttanzdemo ist ein gutes Mittel, um Öffentlichkeit herzustellen, die Bevölkerung über den Mißstand Wohnungsnot zu informieren – und mit unserer Kritik die Stadtverwaltung zu erreichen. Die Mieten sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Niedriglöhner, Migranten, Studierende und Rentner werden so aus beliebten, innenstadtnahen Wohnvierteln wie Mainz-Neustadt verdrängt. Ebenso junge Familien. Zugleich unterstützt die Stadtregierung von SPD, Grünen und FDP den Bau von Prestigeprojekten. Zum Beispiel entstehen am Winterhafen mehrstöckige Häuser mit Luxusap...

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