29.07.2013 / Feuilleton / Seite 12

Bitte, ja, anhimmeln!

Glitzerpullovererkenntnisse und Siebenmeilenhighheels: »Hugs and Kisses«, die CD-Compilation des gleichnamigen Hamburger Magazins

Susan Geißler
Ist queer eigentlich auch schon wieder tot? Diese Feier aller möglichen Geschlechter, das ganze schöne Abfackeln von Normen und Konventionen? Wer die sozialwissenschaftliche Fakultät der Uni verläßt und sich in die sogenannten Szeneviertel deutscher Großstädte stürzt, könnte auf den Gedanken kommen. Hier lesen nicht nur alle Neon und Landlust, sondern die leben plötzlich auch so. Und die Treppe fegen die dann auch noch.

Aber queer, und das ist die gute Nachricht, lebt. Und zwar leibhaftig, dick, dünn, laut, mit einer 360-Grad-Sexualität und einem Verhältnis zu allen Ausdrucksformen, das den guten und den schlechten Geschmack genauso sprengt wie die vermeintlichen Grenzen der Biologie. Das Hamburger Magazin Hugs and Kisses mit dem herzlichen Untertitel »tender to all gender« ist vor fünf Jahren aufgebrochen, die Queerness aus Hamburg in die Republik hinaus zu tragen. Nicht als Idee, sondern als Selbstverständnis.

»Hugs and Kisses«, die gleichnamige CD-Co...



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