29.07.2013 / Feuilleton / Seite 13

Zu Fuß in die Zukunft

Justin Cronins Zombieromane zeichnen ein realistisches Bild der postapokalyptischen Gesellschaft

Utz Anhalt
Es beginnt mit einem Virus. Einige der Infizierten regenerieren sich, bevor sie sterben, auf unbekannte Art und Weise. Der FBI-Agent Brad Wolgast experimentiert mit zwölf zum Tode Verurteilten, um die Regenerationskraft des Virus zu isolieren: Es geht um einen Weg zur Unsterblichkeit. Die Versuchsreihe scheitert grandios. Statt langlebigen Menschen brechen nämlich Monster aus, und diese »Virals« zerstören die Welt, wie wir sie kennen. Eine Kolonie überlebt, aber ein Jahrhundert später steht auch sie vor dem Ende. Doch da ist noch Amy Harper Belafonte. Sie verfügt über die außerordentlichen Kräfte der »Zwölf« und wird zur letzten Hoffnung, die Welt zu retten.

Eine Gruppe von Gefährten bricht mit Amy auf, um das Grauen dort zu beenden, wo es begann. Ob Moses Aufbruch aus Ägypten oder die Gemeinschaft des Ringes bei Tolkien: Die Reise ist das eigentliche Abenteuer. Bei Justin Cronin durchwandert die Gruppe um Amy zu Fuß das kaputte Nordamerika.

Mit seinem ...



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