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25.07.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Alternative vorhanden

Vollbeschäftigung statt Euro-Abschaffung

Mohssen Massarrat
Im Gegensatz zu rechtskonservativen Verfechtern der Wiedereinführung der D-Mark, die die angeblichen Belastungen einer Einheitswährung für Deutschland loswerden wollen, untermauerte Oskar Lafontaine Ende April sein Plädoyer für die Euro-Auflösung mit dem Fehlen einer »unter den beteiligten Staaten aufeinander abgestimmten produktivitätsorientierten Lohnpolitik«. Lafontaine zufolge hätte diese »eine annähernd ausgeglichene Wettbewerbsfähigkeit« unter den EU-Staaten durchaus hervorbringen können. Da eine Korrektur »gegen den neoliberalen Parteienblock« jedoch nicht durchgesetzt werden könne, bliebe aus seiner Sicht nur der Weg, »die einheitliche Währung aufzugeben und zu einem System zurückzukehren, das Auf- und Abwertungen erlaubt«.

Lafontaines Stellungnahme löste über den Kreis der Linkspartei hinaus eine Kontroverse aus, die jedoch rasch in eine politische Positionierung für oder gegen den Euro überging. Übersehen wurde dabei, daß in Lafontaines Analyse...

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