Schwarzer Kanal
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24.07.2013 / Thema / Seite 10

Getrennte Wege

Im Juli 1963 kommt es bei einer Aussprache zwischen der Führung der ­sowjetischen und der chinesischen Kommunistischen Partei zum Bruch. Ein Rückblick aus der Perspektive Chinas von Lars Mörking und Rolf Berthold

Lars Mörking/Rolf Berthold
Als sich Vertreter der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (­KPdSU) und der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) vom 5. bis zum 20. Juli 1963 zum vorerst letzten direkten Schlagabtausch trafen, wiesen die beiden größten Brüder der sozialistischen Staatenfamilie bereits – bildlich gesprochen – blaue Flecken und nicht verheilte Narben auf. Bei den bilateralen Gesprächen in Moskau wurden Fragen thematisiert, die Teil einer bereits Jahre währenden Kontroverse waren, die seit 1959 auch öffentlich ausgetragen wurde. Während Deng Xiaoping, damals der Leiter der chinesischen Delegation, zu seiner einleitenden Stellungnahme anhob, war beiden Parteiführungen klar, daß der historische Bruch zwischen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) und der Volksrepublik China nicht durch die anstehenden Diskussionen abgewendet werden konnte. Das Treffen war nicht zuletzt auf Drängen Ho Chi Minhs, damals Präsident der Demokratischen Republik Vietn...

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