24.07.2013 / Ausland / Seite 7

Fluch des Goldes

Peru: Illegaler Bergbau vergiftet Flüsse und Menschen. Kinderarbeit und Zwangsprostitution sind die Nebenprodukte

Anne Grit Bernhardt
Eigentlich ist Madre de Dios, das südlichste Departement Perus, reiches Land. Große Teile der dünn besiedelten Region im Amazonasgebiet sind von dichtem Regenwald bedeckt. Dazu kommen die Bodenschätze. Die Flüsse und Böden des Waldes sind reich an wertvollen Metallen. Doch genau die werden dem Paradies zum Verhängnis. 16 bis 18 Tonnen Gold werden pro Jahr in Madre de Dios produziert – zu 99 Prozent auf illegale Weise. Damit einher geht eine enorme Umweltzerstörung, hauptsächlich verursacht durch den Einsatz von Quecksilber. Doch die Regierung in Lima hat endlich begonnen, den Sumpf aus vergifteten Flüssen, Kinderarbeit und Frauenhandel auszutrocknen.

In den 1980er Jahren begann der Ansturm auf Madre de Dios. Der Konflikt staatlicher Truppen mit linken Guerillas und die Armut in den Hochebenen der Anden vertrieben Tausende Menschen. In der Hoffnung auf Arbeit und Glück kamen immer mehr Arbeiter in die Regenwaldregion. Heute, so schätzt das peruanisc...

Artikel-Länge: 7876 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe