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19.07.2013 / Thema / Seite 10

Direkt ins »Dritte Reich«

Rezension. Arthur Moeller van den Brucks theoretische Erneuerung des Konservatismus wies unmittelbar in den Faschismus. Das zeigt eine neue Studie von Volker Weiß. Trotzdem stehen seine Ideen bei heutigen Jungkonservativen hoch im Kurs

Thomas Wagner
Der Name Arthur Moeller van den Bruck ist eng verknüpft mit dem Titel seines bekanntesten Buchs: »Das dritte Reich« (1923). Doch in welchem Zusammenhang stehen die Ideen des schon am 30. Mai 1925 durch eigene Hand aus dem Leben geschiedenen Schriftstellers mit jenem politischen Gebilde, daß die Nazis zehn Jahre später in Deutschland errichtet haben? War er ein Wegbereiter oder ein konservativer Gegner Adolf Hitlers? Seine heutigen Bewunderer im Umfeld der Wochenzeitung Junge Freiheit und des Instituts für Staatspolitik stellen ihn in dieselbe Ahnenreihe wie die Männer des 20. Juli um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Doch resultierte deren unbestritten mutige Widerstandstat ebenso wenig aus einem demokratischen Geist wie das Werk des Journalisten, Schriftstellers und reisenden Bohémiens, der manchem literarisch Interessierten auch als Herausgeber der Werke Dostojewskis bekannt ist. Der Literaturwissenschaftler Volker Weiß führt in seiner Dissertation, 2...

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