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18.07.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Für mehr gewerkschaftliche Organisation

Alexander Ulrich
Die deutschen Löhne sind viel zu niedrig. Vor allem seit der Euro-Einführung hat das Lohndumping hierzulande ein vollkommen inakzeptables Ausmaß angenommen. Im Zeitraum von 2000 bis 2012 betrug die Summe aus Produktivitätszuwachs und (Ziel-)Preissteigerung 40,6 Prozent. Volkswirtschaftlich gesehen hätten auch die Löhne in diesem Umfang steigen müssen (»Goldene Regel«). Dann wäre eine gleichgewichtige Entwicklung ermöglicht worden. Angebot und Nachfrage hätten sich parallel entwickelt, der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Volkseinkommen wäre konstant geblieben.

Tatsächlich sind die Löhne im besagten Zeitraum jedoch um lediglich 26,3 Prozent gestiegen sind. Die Folge: Der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Volkseinkommen geht immer weiter zurück, die Inlandsnachfrage sinkt. Ein immer größerer Teil der produzierten Güter wird daher exportiert. Die Überschüsse im Außenhandel wachsen weiter an. Seit der Euro-Einführung hat Deutsc...

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