13.07.2013 / Inland / Seite 8

»Mit Luxuswohnungen ist hier keinem geholfen«

Initiative erinnert an Berliner Bürgerentscheid gegen Bebauung des Spreeufers, der von Verantwortlichen ignoriert wird. Ein Gespräch mit Robert Muschinski

Claudia Wrobel
Robert Muschinski ist Aktivist bei der Initiative »mediaspree versenken«. Die Fotomontage zeigt das Gelände hinter der East Side Gallery nach der Bebauung

Am 13. Juli 2008 fand in Berlin ein Bürgerentscheid statt, bei dem sich 87 Prozent der Teilnehmer für die Vorschläge von »mediaspree versenken« zum Erhalt des unbebauten Spreeufers aussprachen. Obwohl die nötige Wahlbeteiligung sogar deutlich überschritten wurde, ist danach am Spreeufer gebaut worden. Wie hat sich der Bereich in der Zwischenzeit verändert?

Es wird zur Zeit an einigen Stellen gebaut. Bis 2008 hauptsächlich Büroräume, da Mediaspree vor allem ein Konzept war, das man Firmen anbieten wollte. Inzwischen hat sich das zu luxuriösen Eigentumswohnungen verlagert. Das sind die Produkte, die sich gut vermarkten lassen und die in kürzester Zeit eine hohe Rendite versprechen. Außerdem liegen Hotelneubauten gerade im Trend. Neben dem Areal, auf dem die denkmalgeschützte East Side Gallery steht, soll ...

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