26.06.2013 / Thema / Seite 10

Friedenstaube und Falke

Geschichte. Vor 50 Jahren markiert John F. Kennedys legendäre Berlin-Rede einen Höhepunkt des Kalten Krieges. Zwei Wochen vorher hatte er der Sowjetunion noch ­weitreichende Abrüstungsvorschläge gemacht

Knut Mellenthin
Im Sommer 1963 unternahm US-Präsident John F. Kennedy eine Europareise, die ihn vom 23. bis 26. Juni in die Bundesrepublik Deutschland, vom 27. bis 29. Juni nach Irland – die Kennedy-Familie hat irische Wurzeln –, am 29. und 30. Juni nach Großbritannien und schließlich am 1. und 2. Juli nach Italien führte. Am 26. Juni 1963 hielt er in Westberlin die historisch gewordene Rede, die in der Behauptung gipfelte und endete, er sei »ein Berliner«. Zuvor war er schon in Bonn, Köln und Frankfurt am Main vor jubelndem Publikum aufgetreten.

Kennedy war im Januar 1961, damals 43jährig, als 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt worden. Er war und blieb bis heute der Jüngste, der jemals in dieses Amt gewählt wurde. Theodore Roosevelt war zwar ein Jahr jünger, als er im September 1901 Präsident wurde. Er rückte aber lediglich automatisch nach der Ermordung von William McKindley nach, dessen Vizepräsident er gewesen war.

Westberlin wa...



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