22.06.2013 / Geschichte / Seite 15

Mörderisches Exempel

In der »Köpenicker Blutwoche« im Juni 1933 folterte die SA 500 Antifaschisten

Mark Altten
Das Morgengrauen der gerade an die Macht gelangten deutschen Faschisten manifestierte sich auch im Grauen der »Köpenicker Blutwoche « im Juni 1933. Bei den Reichstagswahlen am 5. März hatte die KPD im Bezirk – trotz SA- und Polizeiterrors – noch 14 614 Stimmen für sich verbuchen können, für die SPD votierten 12 539 Köpenicker. Noch gab es also eine ernstzunehmende Opposition gegen die neuen Machthaber. Diese physisch auszuschalten, hatte sich die Naziführung entschlossen.

Nach einer Besprechung aller Köpenicker SA-Führer in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni, wurden alle Sturmtrupps des Bezirks mobilisiert. Man war gewillt, ein blutiges Exempel zu statuieren. Die Fußtruppen der Nazipartei wurden im Marsch gesetzt. Am Morgen des 21. Juni rief die SA die »Alarmstufe 3« aus. Vormittags erhielten die Nazibüttel Verstärkung durch den berüchtigten Maikowski-Sturm aus Charlottenburg. Jeder, der als Nazigegner bekannt war, sollte in eines der speziel...

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