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14.06.2013 / Feminismus / Seite 15

Gegen Apartheidgesetze

Flüchtlingsfrauen und ihre Unterstützerinnen gingen in Berlin gegen ihre Unterdrückung auf die Straße. Demo eröffnete internationales »Refugee-Tribunal« gegen die BRD

Jana Frielinghaus
Der Zug, der sich am Donnerstag morgen am Hermannplatz in Berlin-Neukölln in Bewegung setzte, war bunt in mehrfacher Hinsicht. Rund 150 Frauen jeder Hautfarbe hatten sich versammelt, um gegen die deutsche und europäische Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen aus Nicht-EU-Staaten zu protestieren – »laut und kraftvoll«, wie Eylem Silan, eine der Organisatorinnen und Sprecherinnen im Gespräch mit jW betonte. Bunt und vielfältig auch die vielen großen Transparente, die die Frauen mit sich führten.

Es ging ihnen einerseits darum, die »frauenspezifischen« Gründe hervorzuheben, die zur Flucht nach Europa führen – und deren Anerkennung als Asylgrund einzufordern. Bislang, so Eylem Silan, sei es immer eine Ermessensfrage, ob das Bundesamt für Flucht und Migration einer Frau einen Aufenthaltstitel gewähre – zumeist eben nicht aus politischen, sondern aus »humanitären« Gründen. Viele Frauen sind nicht in der Lage, über die traumatisierende Ge...

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