13.06.2013 / Inland / Seite 8

»Schulen im Würgegriff von Testinstitutionen«

Gewerkschaftstag der GEW diskutiert über Kritik an PISA-Vergleichsstudien zu Leistungen 15jähriger. Ein Gespräch mit Wolfram Meyerhöfer

Jens Wernicke
Wolfram Meyerhöfer ist Professor für Mathematikdidaktik an der Universität Paderborn. Auf dem am Mittwoch eröffneten Kongreß der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist Sinn und Unsinn der PISA-Studien ein Thema

Sie sind ein scharfer Kritiker der intenationalen PISA-Studien zur Bewertung der Leistungen 15jähriger im Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften. Was ist daran falsch?

Ich habe ursprünglich versucht, mit Hilfe von PISA und ähnlichen Studien Wege zur Verbesserung von Schule zu finden. Aber das war, als wenn Sie ein Bild aufhängen wollen, dafür einen Nagel in die Wand schlagen und Ihnen dabei die ganze Wand entgegenbröckelt. Bei näherer Betrachtung erweist sich jedes theoretische und methodische Element von PISA als brüchig.

Können Sie das an einem Beispiel beschreiben?

Ich habe den PISA-Mathematiktest daraufhin untersucht, ob dort, wie behauptet, »mathematische Literalität« gemessen wird. Das ist nicht wirklich der Fall. Damit PISA denno...

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