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11.06.2013 / Ausland / Seite 2

»Einige Polizisten mußten fast nackt fliehen«

Angst der Demonstranten in Istanbul vor dem Tränengas ist gewichen. Sie wehren sich. Ein Gespräch mit Devrim Can

Thomas Eipeldauer
Devrim Can ist Aktivistin der marxistischen türkischen Organisation »Kaldirac«

Sie haben von Anfang an bei den jüngsten Demonstrationen in Istanbul mitgemacht, Sie wurden dabei auch verletzt. Wie sind die Auseinandersetzungen mit der Polizei abgelaufen?

Als die Polizeinheiten den Gezi-Park zum ersten Mal angriffen, gab es für uns keine Fluchtmöglichkeit mehr. Sie deckten uns so mit Tränengas ein, daß wir fürchteten, das nicht zu überleben. Über ihre jeweiligen Organisationen und mit Hilfe des Internets hatten sich viele Menschen darüber informiert, was hier ablief. Es sammelten sich dann immer mehr Demonstranten in der Straße Halasgargazi. Besonders viele kamen am Freitag, nach Arbeitsende. Ich selbst war auf der Istiklal-Straße, dort haben wir Barrikaden gebaut. Es gelang uns dann, die Bullen Meter für Meter zurückzudrängen.

Wie haben die unorganisierten Demonstranten reagiert?

Als wir mit unseren Handschuhen die Gaskartuschen aufhoben und zurückwarfen, ...

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