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11.06.2013 / Ausland / Seite 6

Kampf um »Jubaland«

Nach militärischen Niederlagen der Islamisten verschärfen sich die Gegensätze zwischen Somalias Warlords

Knut Mellenthin
Mehrere hundert Menschen sind in der vergangenen Woche aus der südsomalischen Hafenstadt Kismajo geflüchtet, nachdem dort am Freitag schwere Kämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen ausgebrochen waren. Vorläufiger Sieger blieb am Sonnabend die vom Nachbarland Kenia unterstützte Ras-Kamboni-Miliz. Mindestens 18 Menschen wurden im Laufe der Schießereien getötet, zahlreiche Häuser und Geschäfte sind zerstört.

Kismajo war die letzte Stadt Somalias, die noch von der islamistischen Organisation Al-Schabab kontrolliert wurde, bis ihre Kämpfer im September 2012 durch kenianische Truppen vertrieben wurden, die sich von Söldnern der Ras-Kamboni-Miliz begleiten ließen. Seither ist Kismajo Hauptstadt eines von Kenia protegierten, von Ras-Kamboni-Leuten regierten, aber international nicht anerkannten Phantasiestaates namens Jubaland.

Das Gebilde kann sich historisch gesehen nur auf Verwaltungsgrenzen aus der italienischen Kolonialzeit stützen. Nach eigenem Anspruch b...



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