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04.06.2013 / Feuilleton / Seite 13

Stempel: »ungültig«

Wie ignorant sind Bibliotheken? Die Berliner Ausstellung »Geraubt und genutzt – Bücher von verfolgten und ermordeten Juden«

Christof Meueler
Das Beschweigen des Faschismus, desöfteren auch Aufarbeitung genannt, ist bundesdeutsches Alltagsritual. Trotz der Revolte von 1967/68 und der anschließenden Auflegung verschiedener akademischer Programme und der Gründung regionaler wie lokaler Arbeitskreise zur Erforschung der Geschichte des Faschismus, konnte diese Ignoranz bestenfalls punktuell geschwächt werden. Im Prinzip gelten immer noch die Einleitungssätze aus »Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit«, Theodor W. Adornos berühmten Vortrag von 1959: »Mit Aufarbeitung der Vergangenheit ist in jenem Sprachgebrauch nicht gemeint, daß man das Vergangene im Ernst verarbeite, seinen Bann breche durch helles Bewußtsein. Sondern man will einen Schlußstrich darunter ziehen und womöglich es selbst aus der Erinnerung wegwischen«.

Wo verdrängt wird, bleibt es peinlich, das macht den Schlußstrich-Ziehern gleich welchen Alters konstant zu schaffen. Die Erzeugung solcher Momente müßte das Minimalziel aufgek...

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