03.06.2013 / Inland / Seite 8

»Das ist Daseinsvorsorge und keine Currywurst-Kette«

Volksentscheid über Berliner Stromnetze – Endspurt zur Unterschriftensammlung. Ein Gespräch mit Stefan Taschner

Ben Mendelson
Stefan Taschner ist Sprecher des Berliner Energietisches

Sie haben nur noch bis zum 10. Juni Zeit, um Unterschriften für einen Volksentscheid zu sammeln, die Berliner Stromnetze wieder in kommunale Regie zu übernehmen. 200000 sind nötig – wie ist der jetzige Stand?

Uns fehlen noch 5o000 Unterschriften, die können wir aber auch schaffen. Ziel ist es, daß der Energiekonzern Vattenfall diese Stromnetze zurückgibt und daß wir eigene, von den Berlinerinnen und Berlinern verwaltete Stadtwerke bekommen. Außerdem soll der Strom zu 100 Prozent erneuerbar gewonnen werden, und die Bevölkerung soll bei der Energiewende mitreden können. Wir wollen nicht mehr darauf angewiesen sein, was Vattenfall für uns tut oder nicht tut. Statt dessen wollen wir mitbestimmen. Es geht dabei immerhin um die öffentliche Daseinsvorsorge und nicht um eine Currywurst-Kette.

Nimmt die Zahl der eingehenden Unterschriften kurz vor Ablauf der Frist zu?

Ja, wir bemerken einen deutlichen ...

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