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27.05.2013 / Thema / Seite 10

Staatlicher Babyraub

Hintergrund. Zehntausende Neugeborene wurden in Spanien vom Beginn der Franco-Diktatur an bis Mitte der 90er Jahre entführt. Kein Verantwortlicher ist bisher für diese Taten verurteilt worden

Carmela Negrete
Heute berichten viele spanische Medien über unzählige Fälle von Kindesentführungen. Von seriösen Publikationen bis hin zu seichten Unterhaltungssendungen wird über eine lang verschwiegene Wahrheit offen debattiert. Jahrzehnte nach dem Ende der Herrschaft des Diktators Francisco Franco im Jahre 1975 schöpfen deren Opfer Mut. Wie in lateinamerikanischen Ländern, in denen ein vergleichbares Regime die Herrschaft über die Menschen ausübte, sollen die Verantwortlichen nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Zu den Leidtragenden gehört eine Großzahl von Adoptivkindern. Seit Jahrzehnten kämpft ein Teil von ihnen darum zu erfahren, wer die leiblichen Eltern sind. Spanische Opfervereinigungen sprechen von Hunderttausenden Fällen von Kindesentführungen. Diese hohe Zahl erklärt sich dadurch, daß sich das, was als Teil der ideologischen Säuberung im Franquismus begann, über Jahrzehnte dank Nichtverfolgung durch die Justiz zu einem mafiosen Netzwerk des Menschen...

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