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24.05.2013 / Thema / Seite 10

»Klumpenrisiko« bleibt

Ökonomie. Österreichs Banken haben teils unwiederbringliche Kredite an südosteuropäische Länder vergeben. Eine drohende Pleite der Alpenrepublik wird abgewehrt, indem sie billiges Geld zur Sanierung ihres Haushalts aufnehmen kann

Norbert Willenpart
Erstaunliches wird neuerdings aus Österreich vermeldet: Bis Mitte 2012 hörte man von einem bedrohlichen »Klumpenrisiko« für die Banken des Landes, von einer »Haftungsbombe« und von sanierungsbedingt anwachsenden Staatsschulden. Ebenso von der Herabstufung der staatlichen Kreditwürdigkeit durch eine führende Ratingagentur und von wachsendem zinstreibenden Mißtrauen der Finanzmärkte. Seit Herbst 2012 stellt sich die ökonomische Lage um einiges freundlicher dar. Trotz des »Risikoklumpens« österreichischer Ostkredite und der weiterhin unbewältigten staatlichen »Haftungsbombe«1 genießt Österreich wieder das Vertrauen der Kreditmärkte, eingepreist in günstigste Refinanzierungskosten der Staatsschulden. Wie denn das? Vor allem aber: Worin besteht eigentlich der Beitrag Österreichs zur europäischen Kredit- und Staatsschuldenkrise, der die Finanzmärkte so divergierende Urteile über die zentrale Finanzierungsquelle dieser Nation treffen läßt?

Ihren Ursprung hat di...

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