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24.05.2013 / Feminismus / Seite 15

Teufelskreis aufbrechen

Fast 46000 Menschen fordern Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution. Vertreterinnen von Terre des Femmes übergeben im Innenministerium Unterschriften

Jana Frielinghaus
Seit Jahren fordert neben der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TdF) auch die Gewerkschaft der Polizei ein Bleiberecht für Opfer von Zwangsprostitution. Die Gründe liegen auf der Hand: Frauen etwa aus Osteuropa, die mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und hier zur Sexarbeit gezwungen werden, wagen es nur in Ausnahmefällen, gegen Täter vorzugehen oder gar vor Gericht gegen sie auszusagen. Denn tun sie es, droht ihnen selbst die Abschiebung. Sie haben also die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera. Strafverfolger, die Menschenhändlerringe zerschlagen wollen, scheitern wiederum regelmäßig, weil sie keine Zeuginnen finden. Die Polizei hat mithin ein eigenes Interesse daran, daß die Opfer einen sicheren Aufenthaltsstatus bekommen, wenn sie zur Aussage bereit sind.

Am Mittwoch übergaben TdF-Vertreterinnen im Bundesinnenministerium 45921 Unterschriften für ein Aufenthaltsrecht der zur Prostitution Gezwungenen. Staatssekretär O...

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