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14.05.2013 / Ausland / Seite 2

»In Israel gilt das Recht nicht für alle Staatsbürger«

Die Zweite Palästina-Solidaritätskonferenz beriet über Einstaatenlösung und Rechte der Beduinen. Gespräch mit Haneen Naamnih

Jörg Tiedjen
Die israelische Palästinenserin Haneen Naamnih ist Juristin und Mitarbeiterin des Internetmagazins www.jadaliyya.com. Sie nahm an der »Zweiten Palästina-Solidaritätskonferenz« teil, die am Sonntag in Stuttgart zu Ende ging.

In der zu Israel gehörenden Negev-Wüste gibt es Konflikte zwischen den dort lebenden Beduinen und den Behörden. Worum geht es zur Zeit?

Der Staat weigert sich, den Landbesitz der Beduinen zu achten, obwohl der schon vom Osmanischen Reich und der britischen Mandatsmacht anerkannt worden war. Zur Zeit werden sie von ihrem Land vertrieben und sollen in sieben, bereits in den 60er Jahren speziell für sie errichtete Städte umgesiedelt werden. Viele von ihnen haben bis heute in sogenannten nichtanerkannten Ortschaften gelebt. Dort gibt es keine öffentliche Versorgung mit Wasser, Bildung oder Gesundheit.

Aber die Beduinen sind doch israelische Staatsbürger. Können sie trotzdem gezwungen werde...


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