Gegründet 1947 Freitag, 20. September 2019, Nr. 219
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
17.04.2013 / Inland / Seite 8

»Die Amerikanisierung der Sozialsysteme lehnen wir ab«

Private Wohltätigkeit kann die Aufgaben des Staates nicht ersetzen. Akionsbündnis kritisiert das »Tafelsystem«. Ein Gespräch mit Luise Molling

Mirko Knoche
Luise Molling ist Sprecherin vom »­Kritischen Aktionsbündnis 20 Jahre ­Tafeln« in Berlin

Für das übernächste Wochenende organisieren Sie drei Aktionstage unter dem Motto »Armgespeist – 20 Jahre Tafeln sind genug!«. Was passiert da?

Wir kritisieren vor allem die Politik, welche die Tafeln erst möglich gemacht hat. Unsere Aktionen reichen von einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor über Kunstausstellungen, Vorträge und Lesungen bis hin zu Theateraufführungen und einer kritischen Stadtrundfahrt.

Aber warum protestieren Sie dagegen, daß Menschen etwas zu essen bekommen?

Dagegen protestieren wir ja nicht, sondern dagegen, daß es soweit gekommen ist, daß in einem der reichsten Länder der Erde immer mehr Menschen darauf angewiesen sind, die Abfälle der Mehrheitsgesellschaft zu essen. Was für die meisten Menschen nicht mehr gut genug ist, soll für Hartz-IV-Bezieher und verarmte Rentner sein. Das Problem ist nicht, daß es die Tafeln gibt, sondern daß s...

Artikel-Länge: 4615 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €