13.04.2013 / Feuilleton / Seite 13

»Ein bißchen renitent«

Kein Bex, kein Latte, kein Bullshit: Das Berliner BAIZ kämpft um die Existenz. Gespräch mit Wirt und Stammgast

Christof Meueler und Alexander Reich
Dem BAIZ, in Berlin gleichermaßen linke Kneipe, Wohnzimmer und Räterepublik, droht die Schließung. Das Haus in der Christinenstraße 1, an der Grenze zwischen den Vierteln Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg, wurde verkauft. Damit steht das BAIZ ebenso vor dem Aus wie das Hausprojekt Linienstraße 206 und das alternative Zentrum Kirche von Unten, die letzten emanzipatorischen Projekte in einer fast vollständig durchgentrifizierten Gegend. Für die Abwehr des Ausverkaufs wird am heutigen Samstag demonstriert. (jW)

Was ist eine revolutionäre Kneipe? Berlin-Mitte um 1842: »Man traf sich bei Stehely, abends in wechselnden Bayrischbierlokalen der Friedrichsstadt und, wenn man bei Kasse war, in einer Weinkneipe der Poststraße« schrieb Friedrich Engels und fertigte Skizzen vom Trinkgelage an: Edgar Bauer schlägt erregt mit der Faust auf den Tisch, hinter ihm rauchend und ungerührt Max Stirner. Bruno Bauer geht mit erhobenen Fäusten auf Arnold Ruge zu

Wann hat das BAI...



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